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Die Sage Vormals stand auf dem Berge ein prächtiges Schloss, das von drei elternlosen Jungfrauen bewohnt war. Nicht nur ihre ausnehmende Schönheit, sondern auch ihre Hoffart und Prunkliebe verlieh ihnen den Namen "die drei Stolzen". Danach hieß auch ihr Schloss "Dreistolzenschloss", nach welchem der Berg später Dreistelz genannt wurde. Die drei hochmütigen Damen führten ein Leben in Üppigkeit und Überfluss. Für die Armen und ihre Untergebenen besaßen sie jedoch kein Herz und sie behandelten diese hart und lieblos. Nun kam einmal eines Abends ein müder Pilger vor das Schlosstor und bat um Einlass, um einen bescheidenen Imbiss und ein Nachtquartier, wie es ihm sonst überall gewährt wurde. Die stolzen Herrinnen wiesen den Obdachlosen ungnädig ab und als er mit dem Weggehen noch ein wenig zögerte, hetzten sie ihre scharfen Jagdrüden auf ihn. Nun ergrimmte aber der Pilger, hob zornig seinen Stab und sprach eine fürchterliche Verwünschung über Schloss und Besitzer aus. Da entstand plötzlich ein schreckliches Getöse, Blitze zuckten aus dem Abendhimmel und die Erde spie unheimliche Flammen. Als Qualm und Rauch sich verzogen hatten, war von dem Schlosse nichts mehr zu sehen. Es war mit allen seinen Bewohnern in die Tiefe des Berges versunken. Dort schlafen sie bis zum jüngsten Tage. Wo das Schloss stand, befindet sich heute ein kleiner See. Sonntagskinder können dort am Jahrestag des Unterganges einen Hahn aus dem Schlosse der Erde krähen hören.
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Berggasthof
"am Dreistelz" - www.dreistelzhof.de . . . |
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